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Wie ist es mir ergangen beim Kaiserschnitt und danach?

Seelenbalancets 0

Kaiserschnitt Teil 2 hier schreib ich euch, wie es mir ergangen ist. Nach der Geburt, wollte ich nur meine Ruhe, doch dann waren da 2 Frauen mit mir im Zimmer, die so richtig egoistisch waren und bis 00:00 Lautstark telefonierten, die das Essen nicht wollte, sondern Mexikanisch gegessen hat.

OK, also MP3 Player her und Musik hören, damit bissl schlaf drin ist. Am nächsten Tag wollte ich aufstehen, duschen spazieren gehen. Durfte ich aber nicht. Aufstehen schmerzte, hinlegen schmerzte alles tat weh, aber Schmerzmittel hab ich verweigert.
Da sagte, eine Hebamme wir müssen das geben, jeder bekommt eine gewisse Menge. Oh toll schön das, das gemacht wird, was ich möchte.

Nach 5 Tagen war ich zu Hause, doch ich war einfach fertig psychisch und körperlich. Ich konnte zu meinem Sohn keine Beziehung aufbauen, ich konnte ihn nicht annehmen. Ich konnte lange nicht sitzen und hatte lange Schmerzen beim Gehen. Ich war nur am Heulen. Hab ich versagt? Kann ich kein Kind normal bekommen? Warum passiert das mir? Bin ich unfähig Kinder normal zu bekommen. Ja, ich war komplett gedrückt und depressiv. Ich war mit der Welt am Ende. Niemand verstand mich und alle sagten nur“ Sei froh, dass das Kind gesund ist“ Hallo, das war ein Eingriff in mein Leben.
Am schlimmsten waren die Aussagen meines Umfelds:

Ach, sei froh dein Kind ist gesund!
Ach, sei froh dein Kind lebt noch!
Ach, du bist ja nur wehleidig
du bist zartbesaitet, sei froh du lebst noch

Tausend setzte durfte ich mir anhören. Und niemand hat gefragt, wie es mir geht. Und wenn doch wurde es abgetan mit den oben genannten Sätzen.

Diese Aussagen haben mich verletzt und am liebsten hätte ich mich zu Hause eingesperrt um mich zu Schützen.

Fakt ist es war wie eine Vergewaltigung an meinem Körper. Ein Eingriff, der nicht notwendig war(wie ich jetzt weiß)es ist ein Trauma, was ziemlich jede Frau mit Notkaiserschnitt betrifft. Ich habe mit vielen gesprochen und den meisten ging es so. Sie sind traurig weinen viel, haben keine Lebensfreude mehr, Spaß ist nicht. Ich war komplett überfordert. Mir ging so schlecht wie noch nie.

Wenn jemand über Kaiserschnitt gesprochen hat, fing ich zu weinen an. Wenn ich es im Fernsehen sah, fing ich zu weinen an.
Ich fühlte mich Hilflos und zurückgelassen. Ich war alleine auf dieser großen weiten Welt und keiner Verstand mich.

Gibt es den hier niemand der mich Versteht. Fragte ich oft. Nur die es selbst Erlebt haben verstehen, weil es ihnen genauso gegangen ist.
Gibt es keine Hebammen die mich unterstützen oder Menschen die Hilfe anbieten? Doch gibt es, die möchte ich euch im nächsten Block schreiben.

Mein Mann war der ärmste: Vorher war ich lebensfroh und jetzt? Ein Wrack. Früher konnte ich lachen, da war ich nur sauer auf mich und alle anderen. Ich verstand keinen Spaß mehr und war immer eingeschnappt, wenn jemand was sagte zu mir. Ich fühlte mich als Versagerin, ich fühlte mich nicht als Frau. Ich war verzweifelt und einfach traurig.

Ich hatte den Wunsch, das mir mal jemand zuhört und mir bestätigt das, das normal ist, wie es mir geht. Doch brauchte ich fast 1 Jahr und eine neue Schwangerschaft um darüber hin wegzukommen.

Es gibt unterschiedliche Kaiserschnitte und jeder hat eine andere Wirkung. Das ist allein meine Geschichte und ich möchte allen zeigen, denen es so ging oder geht wie mir“ihr seit nicht alleine, ihr seit nicht wehleidig oder zartbesaitet und ihr müsst auch nicht froh sein das euer Kind gesund ist“ Ihr dürft traurig sein, das gehört zur Heilung! Auch heute 4 Jahre später und nach 2 weiteren Geburten Hausgeburt und Alleingeburt, heul ich beim Schreiben.

Kaiserschnitt Arten:

Geplant: Ist stressfrei und dadurch Schmerzfreier
Wegen Krankheit Mutter oder Kind: Ist stressig, aber für die Mutter leichter zu verkraften
Not Kaiserschnitt: Es geht nichts weiter, komplett Stressig für Mutter und Kind. Schmerzen sind stärker überrumpelt, ich habe versagt.
Die Not Kaiserschnitte ohne Grund: Ein eingriff in das Leben, Vergewaltigung, Interventionsspirale, traumatisch, Depression, starke Schmerzen.
So etwas ist schlimm und zärt lange nach.

Im nächsten Blog schreib ich euch wer mich unterstützt hat und mir geholfen hat besser mit allem klar zu kommen.

Alles Liebe Eure Tanja

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